»Fordernd sind sie, die Gedichte, und vor allem: verschiedentlich. Manger scheut kein klares Wort, wo die Moderne Platzhalter erwartet. Die Sprache bindet Pole und führt den Leser an die Seite des Suchenden, des Weitgereisten. Man kann sie lesen und genießen, die Gedichte, sicher. Man kann aber auch: Begleiter unter ihnen finden.«
von Volker Maria Neumann
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Wiesenburg Verlag - ISBN 3-932497-84-8
Ausverkauft. Evt. neuauflage
aus dem Vorwort von A. G. Leitner (Hrsgb. "Das Gedicht")

»Der Titel des Gedichtbandes von Manfred Manger, „Warmer Schnee“, gibt in seiner Engführung von Gegensätzen schon das Programm der versammelten Texte wieder: Hier wird Widersprüchliches verbunden und die teilweise schmerzhafte, teilweise Wärme erzeugende Reibung vorgeführt, die bei einer derartigen Verbindung entstehen kann. Sei es nun der Konflikt zwischen der Außenwelt und eigenen Erwartungen oder zwischen den verschiedenen Seiten des eigenen Inneren – mit geschärftem Blick bewegt sich Manger auf dem Grat zwischen scheinbar Unversöhnlichem. Seine Texte führen das Leben als eine nicht endende nomadische Reise vor, die durch wechselhafte äußere und innere Landschaften und nicht selten auch auf Grenzwege führt. Als Ziel wird der durch diese Gedichte reisende Leser immer wieder die Suche nach der Liebe entdecken, einer Liebe, die vielleicht für kurze Zeit das unruhige Auf und Ab und die Gegensätze des Lebensweges austariert.«