Wort leckt-Ohr - Pressekritiken

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Wort leckt-Ohr - der Testlauf bei der 8. Nacht der Kultur in Schweinfurt mit einem Ausschnitt aus dem Gesamtprogramm:

Wort leckt-Ohr: Lyrik geht doch

»...Ein Publikum, das 90 Minuten bei ihnen verharrt und sich am Ende voller Lob bis gar euphorisch äußert - obwohl doch in der ganzen Stadt Kultur gegeben wurde, die unterschiedlichste, an 15 Orten...«

»...Die Mischung begeisterte das Publikum...«

Premiere des Gesamtprogramms:

Erotische Lyrik machte an

"Wort leckt-Ohr": Schweinfurter Produktion feierte in der Disharmonie Premiere

»...eins müssen Neid und Skepsis zugeben: Wenn alle Experimente so erfolgreich wären, könnte die Welt, zumal die lyrische, ein Stückchen weiter sein. Das ungewöhnlich zusammengesetzte Quartett hat einem bestens unterhaltenen Publikum vorgeführt, dass Gedichte auch jenseits von Poesie-Alben und Elfenbeintürmen ihre Berechtigung haben. Und das war trotz des gefälligen Themas keine leichte Aufgabe: Mehr als 160 Ohren wollten befriedigt werden...«

»...Pantomime und Musik machten aus dem Programm mehr als eine Lesung. Ein Hauch von Kleinkunst schwebte durch die Kulturwerkstatt am Main und verhalf zu Leichtigkeit, wenn Worte zu schwer werden wollten...«

»...Mit seiner tiefen, leicht rauchigen Stimme wurde Manger für die Anthologie zu einem tragenden Resonanzkörper. In diesem Medium hätten sich auch Appetithäppchen von Charles Bukowski wohl gefühlt. Aber Bukowski fand sich in der Sammlung genauso wenig wie andere Provokateure der erotischen Literatur. Es war das erklärte Ziel, auf Enttabuisierungen dieser Art zu verzichten. Sie hatten hier so wenig verloren wie sentimentale Pseudo-Ekstase...«

»...Die Sprache der Dichter war deutlich, allerdings oft ironisch gebrochen. Selten ein Anflug von Romantik, selten die Nähe zur Pornographie. Es ging an diesem Abend - beim Thema Erotik ein Balance-Akt - trotz zahlreicher Effekte nie um Effekthascherei, nie um die Instrumentalisierung der Gedichte für eine Show der Worte. Das war angenehm zu erleben... «

»...Durch die sorgfältige und kenntnisreiche Auswahl der Beiträge bot sich außerdem eine interessante Bestandsaufnahme erotischer Lyrik der Gegenwart...«

»...Unterhaltsamer Höhepunkt waren die von Oliver Tuschinski vorgetragenen Slam-Stücke: schnelle, rhythmische, tanzende, sich fast überschlagende Zungenakrobatik voller Witz und Lust am Wortspiel...«

»... Zwei kurze Gedichte (in der Diktion des Abends "Quickies") beschlossen als Zugabe nach zweieinhalb Stunden das Programm. Nach der gelungenen Premiere in Schweinfurt wollen Manger, Tuschinski, Ferencz und Meinert jetzt mit "Wort leckt-Ohr" auch andere Städte beglücken...«
Bad Kissingen:

Erotik entsteht im Kopf

»Wort leckt Ohr«: Lyrik mit Musik im Basement

»...Erotische Lyrik in einer besonderen Kombination...«

»...Mal wortkarg und hülsenartig, mal ausladend und detailliert, mal direkt und eindeutig, mal umschreibend und doppeldeutig wurden in den zahlreichen Gedichten die Spielarten der Erotik präsentiert, analysiert und persifliert...«

»...Die ungewöhnliche Komposition aus Lyrik, Musik und Pantomime verstärkte nicht die Wirkung der durchaus direkten und deftigen Sprache, sondern schwächten sie ab, machten das Gesagte umgänglicher, weil Gehörtes durch Gesehenes gemildert wurde...«

»...Exzellent dabei sein (Anm.: Oliver Tuschinski) Sprechduktus, sein Gefühl für den Inhalt und seine abgeklärte Art des Vortrags...«